Schützenjahrtag 2021

Heuer war es endlich wieder möglich, am Sonntag, den 3. Oktober 2021, den Amraser Schützenjahrtag, nachdem er 2020 nach drei Corona bedingten Umplanungen ausfallen musste, durchzuführen. Bei schönem Wetter marschierten die Musik mit den Schützen und den Fahnenabordnungen von Feuerwehr und Trachtenverein vom Bierwirt in die Philippine-Welser-Straße, wo schon die Ehrengäste warteten. Hauptmann Alexander Stampfer meldete die angetretene Mannschaft an Vizebürgermeister Ing. Mag. Johannes Anzengruber, worauf der Ortsübliche Empfang mit Abschreiten der Front und Ehrensalve stattfand.

Die anschließende Hl.Messe wurde als Feldmesse am schönen Platz vor dem Stecherhof von Pfarrer Patrick Busskamp in feierlicher Weise zelebriert. Darauf folgten die Auszeichnungen, Ehrungen, Beförderungen und die Vergabe von Langjährigkeitsmedaillen. Unkundige hatten den Eindruck, die halbe Kompanie sei hier mit Medaillen und Urkunden überschüttet worden. Aber ein Teil des Vollzuges geht bis zur Jahreshauptversammlung 2019 zurück, der Schützenjahrtag 2020 fiel aus und es war heuer die erste offizielle Möglichkeit dazu.
An Langjährigkeitsmedaillen wurden vergeben:
Für 2020, Adi Kuenzer und Thomas Lechthaler – 15 Jahre (Haspingermedaille); für 2021, Bernhard Schiener – 15 Jahre (Haspingermedaille), Herbert Riess – 25 Jahre (Speckbachermedaille), Thomas Weitzer – 40 Jahre (Andreas-Hofer-Medaille).
An Auszeichnungen für 2020: Christoph Busse und Toni Steixner - Bronzene Verdienstmedaille des Bundes, Raphaela Sailer – Katharina-Lanz-Medaille.
Das Kompanie-Ehrenzeichen (wäre schon vor einem Jahr verliehen worden) erhielten Erich Scherkl, Franz Mayr und Ernst Busse.
Die bereits bei der Kompanieversammlung 2019 beschlossenen und längst vollzogenen Beförderungen wurden bei diesem Schützenjahrtag beurkundet. Das sind die Beförderungen von Gottfried Schapfl zum Leutnant, von Manuel Rauscher zum Fähnrich und von Johannes Schiener zum Dienstführenden Oberjäger. Ebenfalls Urkunden für ihre Bestellung erhielten die Marketenderinnen Laura und Lorena Jarolin sowie die jungen Schützen Maximilian Stampfer, Markus Plattner und Fabio Probst, welche bereits nach der Landesausrückung zu Herz Jesu feierlich angelobt worden sind.
Nach dem Marsch zum Vorplatz des Hotel Charlotte, wo heuer das Mittagessen und das kameradschaftliche Beisammensein geplant war, wurde dem Kameraden Hans Schiener, der heuer das 75. Lebensjahr vollendet hat, eine Ehrensalve geschossen.
Nach dem ausgezeichneten Mittagessen begrüßte Hauptmann Stampfer die erschienen Ehrengäste und bedankte sich für ihr Kommen. Obwohl sich Bürgermeister Georg Scheitz entschuldigte, mussten wir auf unsere getreuen Andechser Freunde nicht verzichten. Alt-Bürgermeisterin Anna Neppl, dieses Mal nicht in offizieller Funktion, hat uns mit ihrem Gatten Karl, als langjährige Freundin unserer Schützen, genau so wie Manfred Brennauer von der Schützengilde St. Sebastian/Machtlfing, mit ihrer Anwesenheit erfreut. Gleichzeitig mit Amras hatten im Bataillon Innsbruck zwei weitere Kompanien ihren Schützenjahrtag, so dass sich Repräsentanten der Bataillonsführung entschuldigen mussten. Die Bundesleitung war mit unserem Ehren-Hauptmann und Ehren-Major Pepi Haidegger gut vertreten. Der Hauptmann bedankte sich bei allen, welche die Kompaniearbeit jahrein jahraus unterstützen. Die Kompanie ist auf jede Unterstützung, ob sie von außen kommt oder von den eigenen Kameraden, angewiesen und lebt davon.
Hauptmann Stampfer hat es ohnehin schon bei der Begrüßungsrede erwähnt, aber dem Verfasser dieses Berichtes ist es ein Anliegen, sich bei unserem Herbert Edenhauser zu bedanken, der uns bei allen Anlässen hervorragende Fotos und Filme liefert.
Es war ein schöner und gemütlicher Schützenjahrtag, den alle genossen haben und den sich alle nach den Unbilden der Coronapandemie wohl verdient haben. Danke der Führungsmannschaft unserer Kompanie für die gute und umsichtige Organisation.

Fotos: Herbert Edenhauser


 

10 Jahre Europaregion Tirol – Südtirol - Trentino

Am Donnerstag, den 30. September 2021 fand im Riesensaal der Innsbrucker Hofburg der Festakt anlässlich des 10-jährigen Bestandes der Europaregion Tirol – Südtirol – Trentino mit den Landeshauptleuten Günther Platter, Arno Kompatscher und Maurizio Fugatti, im Beisein des Präsidenten des Europäischen Ausschusses der Regionen Apostolos Tzitzikostas, statt. Wie es in Tirol Brauch ist, wurde der Festakt mit einem Landesüblichen Empfang eingeleitet, der unter dem Kommando von Bataillonskommandant Major Helmuth Paolazzi stand. Neben der Bundes- und der Bataillonsstandarte waren die Fahnenabordnungen der Innsbrucker Kompanien ausgerückt. Die Ehrenkompanie stellte die Schützenkompanie Allerheiligen.

Fotos: Hans Gregoritsch


 

Bataillonsfest des Schützenbataillons Innsbruck

Am Samstag, den 4. September 2021 fand im Olympischen Dorf das Bataillonsfest des Schützenbataillons Innsbruck statt, welches von der Schützenkompanie Speckbacher „Alter Schieß-stand“ organisiert wurde. Es hätte schon letztes Jahr stattfinden sollen, ist aber aus den
bekannten Gründen ausgefallen und es war aus organisatorischen Gründen ein klein gehaltenes Fest; von jeder Kompanie konnten nur Fahnenabordnungen in der Stärke von fünf Mann teilnehmen.
Bataillonskommandant Major Helmuth Paolazzi meldete die angetretene Formation an Landesrat Mag. Johannes Tratter. Als Repräsentanten der Stadt Innsbruck waren der 1. Bürgermeister-Stellvertreter Markus Lassenberger und Stadträtin Magª. Christine Oppitz-Plörer anwesend. Auch der Landeskommandant Major Thomas Saurer gab dem Fest die Ehre.
Nach dem Anmarsch und der Feldmesse am Dr. Alois Lugger Platz wurde als Höhepunkt die Bataillons-Standarte geweiht, welche nach 50-jährigem Dienst dringend einer Renovierung bedurft hatte.

Blick zurück:
Im Juni 1970 gestaltete die Schützenkompanie Amras ein drei Tage dauerndes Bataillonsfest, bei welchem alles aufgeboten wurde, was das Schützenwesen zu bieten hat. Höhepunkte waren die Weihe der neu geschaffenen Standarte für das Schützenbataillon Innsbruck, die Aufnahme der neu gegründeten Schützenkompanie Speckbacher „Alter Schießstand“ sowie die Feier des 365-jährigen Bestehens der Amraser Schützenkompanie, wobei letzteres durch jüngere Forschungen überholt ist; als Gründungsjahr gilt derzeit 1577. Die Standarte wurde nach der
Feldmesse vom scheidenden Landeskuraten Pater Bonifaz Madersbacher, der eben vom Papst zum Bischof der Bolivienmission der Franziskaner ernannt worden war, geweiht. Fahnenpatin war die Gattin unseres Ehren-Hauptmanns und damaligen Landeskommandant-Stellvertreters Major Dr. Walter Zebisch, Frau Edith Zebisch. Edith Zebisch ist auch Fahnenpatin unserer Jungschützenfahne.
So war es selbstverständlich, dass sie gebeten wurde, sich wiederum für die renovierte Fahne als Fahnenpatin zur Verfügung zu stellen.

Ehrungen und Grußworte rundeten das Bataillonsfest ab.
Nach der Defilierung trafen sich die Anwesenden im Vereinslokal des Bocciaclubs zum kameradschaftlichen Beisammensein.

Fotos: Hans Gregoritsch


 

Hoher Frauentag in Innsbruck

Der Hohe Frauentag, am Sonntag, den 15. August 2021, wurde unter Anwesenheit der Landeshauptmänner Günther Platter und Arno Kompatscher sowie der Landeskommandanten der Schützenbünde des historischen Tirol, in der Innsbrucker Jesuitenkirche mit einem Festgottesdienst gefeiert. Zelebrant war der Abt des Stiftes Wilten Prälat Mag. Raimund Schreier; die musikalische Gestaltung erfolgte durch die Wiltener Sängerknaben. Zuvor fand jedoch vor der Hofburg der Landesübliche Empfang mit der Ehrenkompanie Haiming und die Kranzniederlegung am Grab Andreas Hofers in der Hofkirche statt. Anwesend waren, neben der Bundes- und der Innsbrucker Bataillonsstandarte, die Fahnenabordnungen der Innsbrucker Schützenkompanien und der Traditionsverbände. Das Gesamtkommando führte der Innsbrucker Bataillonskommandant Major Helmuth Paolazzi. Während der Hl. Messe wurden die Kräuter, welche von Bataillons-Jungschützenbetreuerin Maria Luise Feichtner und Frau Anni Hofer vorbereitet worden waren, geweiht und anschließend an TeilnehmerInnen verteilt. Selbstverständlich war auch eine Fahnenabordnung der Schützenkompanie Amras zugegen.
Anschließend wurden in der Dogana des Congresshauses von den Landeshauptleuten die Landesehrungen vergeben, darunter auch welche, für Verdienste um das Tiroler Schützenwesen.

 Fotos: Hans Gregoritsch


 

Ehren-Leutnant Hannes Fraisl +

Am 12. Juli 2021 ist Hannes Fraisl nach langem Leiden im 88. Lebensjahr friedlich verstorben.

Er ist am 19. Juni 1934 in Vitis (Niederösterreich) als Sohn eines Eisenbahners und Kleinlandwirtes
auf die Welt gekommen. Nach der Volksschule durfte er als Einziger seiner Geschwister eine höhere Schule, das Gymnasium in Horn, besuchen, welches er mit Auszeichnung abschloss. Er versuchte weiter zu studieren, was aber am Geldmangel scheiterte. So kam er zur Zollverwaltung und in dieser Funktion nach Tirol, wo er seine Erni kennen lernte und mit ihr eine Familie gründete. Aus der Ehe sind die Kinder Georg und Doris hervorgegangen.
Aus dem Niederösterreicher wurde ein begeisterter Tiroler und Amras seine nähere Heimat.
Beruflich erreichte er alles, was man als Maturant erreichen kann. Ganz besondere Verdienste erwarb sich Hannes Fraisl gegen Schluss seiner Karriere mit der Anpassung der Zollverwaltung an die Europäische Union. Als Amtsdirektor und Regierungsrat ging er in die Pension.
Im Jahr 1968 trat er, übrigens am selben Tag, wie Werner Erhart, der Schützenkompanie Amras bei. Er war ein überzeugter Schütze und ließ nichts über seine Kompanie kommen. Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Treue zeichnete Hannes aus und auf sein gegebenes Wort konnte man sich verlassen.
Gerne brachte er sich durch die Übernahme von Aufgaben und Funktionen ein.
In einer schwierigen Zeit, vor rund zwanzig Jahren, übernahm Hannes Fraisl das Amt des Obmanns (im Gegensatz zu heute, waren die Funktionen Hauptmann und Obmann noch getrennt) und versuchte, die Kompanie in ruhige Bahnen zu lenken, was letztlich auch gelang. 2005 wurde er auf Grund seiner Verdienste zum Leutnant gewählt.
Doch schon bald kündigte sich seine Erkrankung an. Er bekam zunehmende Schwierigkeiten mit dem Gehen und auch mit dem länger Stehen. Im Jahr 2007 konnte Hannes das letzte Mal mit der Kompanie in Volltracht ausrücken. Um sein Lebenswerk zu würdigen, wurde er zum Ehrenleutnant ernannt. Das letzte Mal war er, trotz seiner schweren Beeinträchtigungen, beim Schützenjahrtag 2018 bei der Kompanie, um die Andreas-Hofer-Medaille mit dem 50-Jahreskranz entgegen zu nehmen. Sein Gesundheitszustand wurde immer schlechter, bis er am Schluss nicht einmal mehr seine Wohnung verlassen konnte.
Das, was an ihm sterblich war, wurde am Samstag, den 24. Juli 2021, am Pradler Friedhof, im Beisein seiner Schützenkompanie, würdig verabschiedet und der Erde übergeben. Seine Seele bleibt jedoch bei uns, besonders, wenn wir an ihn denken, über ihn sprechen oder für ihn beten.
Die Amraser Schützen werden den Freund und Kameraden Hannes Fraisl nicht vergessen und ihm ein ehrendes Gedächtnis bewahren.

Schützen Heil!


Fotos: Bestattung Ebenbichler, Absam