Nutzung

Holznutzung
Gemäß dem für den Zeitraum 1993 – 2012 gemeinsam mit der Landes- und Bezirksforstdirektion Hall erstellten Waldwirtschaftsplan, ergibt sich für die jährliche Gesamtnutzung ein Hiebsatz von 350 Erntefestmeter. War früher das Auszeigen von einzelnen kleinen Schlägerungsteilen und Bearbeitung durch die Mitglieder das Mittel der Holznutzung, werden seit 20 Jahren Gemeinschaftsschlägerungen durch die Agrargemeinschaft organisiert.

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Mit 23.10.2001 hat die Agrargemeinschaft Amraser Hochwald die gemäß den Festlegungen der „Ministerkonferenz in Helsinki, 1993, zum Schutz der Wälder“ erlassene P E F C – Zertifizierung (Pan-European-Forest-Certification) erhalten. Als verbindliche Kriterien gelten dabei insbesondere: Erhaltung und angemessene Verbesserung der Waldressourcen und ihr Beitrag zu den globalen Kohlenstoffkreisläufen, Erhaltung der Gesundheit und Vitalität von Waldökosystemen, Erhaltung und Förderung der Produktionfunktion der Wälder, Erhaltung, Schutz und angemessene Verbesserung der biologischen Vielfalt in Waldökosystemen, Erhalt und angemessene Verbesserung der Schutzfunktion in der Waldbewirtschaftung (insbesondere Boden und Wasser) und Erhaltung anderer soziökonomischer Funktionen und Bedingungen.

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Nebennutzung des Amraser Hochwaldes
Der Amraser Hochwald ist in dem ca. 800 ha umfassenden Jagdgebiet der KG Aldrans eingeschlossen, die Agrargemeinschaft bildet gemeinsam mit den Aldranser Nutzungsberechtigten die „Jagdgenossenschaft Aldrans“. Im Revier werden die Schalenwildarten Rot-, Reh- und Gamswild, sowie Auer- und Birkwild bejagt.

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Der Amraser Hochwald als Naherholungsgebiet

Das umfangreiche Wegnetz im Amraser Hochwald wird gerne von der Bevölkerung und von Feriengästen für Wanderungen vor allem auf die Aldranser Alm genützt, die von der Agrargemeinschaft Amraser Hochwald errichteten Sitzbänke laden die Wanderer zu einer Rast mit Ausblick auf das Inntal ein.

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Auch den Freunden des Radsportes wird die Möglichkeit zur Wegbenützung geboten, 1999 wurde zwischen der Agrargemeinschaft Amraser Hochwald und dem Tourismusverband Innsbruck und seinen Feriendörfern vertraglich eine Mountain-Bike Route ausgebildet, welche sich großer Beliebtheit erfreut.

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Entwicklung des Amraser Hochwaldes
Unter dem Grundsatz „Forstwirtschaft mit Verantwortung“ werden sich die Verantwortlichen der Agrargemeinschaft Amraser Hochwald auch weiterhin bemühen, eine der technischen Entwicklung angepasste Bewirtschaftung mit langfristiger Sicherung der Holzversorgung und Erhaltung der Waldfunktionen im Interesse der Allgemeinheit durchzuführen. Die Bewahrung der Eigenständigkeit und die Berücksichtigung der Amraser Traditionen sind ebenso wie ein modernes ökosoziales Management Auftrag für die Funktionärstätigkeit.
Ein besonderer Dank darf dem Leiter der Bezirksforstinspektion Hall, Hr. Dipl.Ing.Siegfried Tartarotti und seinen Mitarbeitern für die nunmehr seit über 20 Jahren fachliche Betreuung und Unterstützung in der Projektierung und Umsetzung von Bewirtschaftungsmaßnahmen ausgesprochen werden.